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Markenwissen · Fallbeispiel

«Tempo» – Marke oder Gattungswort?

«Gibst du mir ein Tempo?» – im Alltag steht der Markenname längst für die ganze Produktkategorie. Genau das ist für Markeninhaber ein zweischneidiges Schwert.

Worum geht es?

«Tempo» ist eine eingetragene Marke für Papiertaschentücher. Im deutschsprachigen Sprachgebrauch wird der Name aber oft synonym für jedes Papiertaschentuch verwendet – unabhängig vom Hersteller.

Das ist kein einzelner Gerichtsfall, sondern eine sprachliche Entwicklung. Sie zeigt anschaulich, was Generisierung bedeutet: Der Markenname droht, seine Herkunftsfunktion zu verlieren.

Worauf es ankommt

Marktführerschaft kann zur Falle werden

Wird ein Markenname zum allgemeinen Wort für das Produkt, kann das den Markenschutz langfristig schwächen – der Name beschreibt dann scheinbar nur noch die Ware.

Was Sie daraus lernen

Erfolgreiche Marken müssen ihre Kennzeichnungskraft aktiv pflegen: den Namen konsequent als Marke verwenden und kennzeichnen, nicht als Produktbezeichnung, und gegen eine generische Nutzung durch Dritte vorgehen.

Die Grundlage dafür ist, dass man Entwicklungen und neue Anmeldungen rund um die eigene Marke überhaupt mitbekommt.

Hinweis

«Tempo» ist und bleibt eine geschützte Marke; dieser Beitrag illustriert ausschliesslich das Phänomen der umgangssprachlichen Generisierung, kein Gerichtsurteil.

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Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Rechtsberatung dar.